Kniehebelpressen: Die Vorteile

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Foto: © Von Kadmy@adobe.com

Die Kniehebelpresse existiert bereits seit mehr als 200 Jahren. Die Entwicklung der Maschinen verfolgte dabei ursprünglich das Ziel, Medaillen und Münzen in kürzester Zeit zu fertigen. Jedoch schätzen auch heute noch zahlreiche Anwender – insbesondere Unternehmen in der Industrie – die vielfältigen Vorteile, die von dem überaus effektiven und doch sehr simplen Funktionsprinzip der Kniehebelpressen ausgehen. 

Die Kraft wird bei dieser Presse über ein Gelenk geleitet, welches knieähnlich aufgebaut ist. Nach diesem ist auch der Kniehebeleffekt genannt, der dazu führt, dass sich der Prozess des Pressens zu Beginn überaus schnell gestaltet, die Geschwindigkeit während des Pressvorgangs jedoch zu der Presskraft proportional abnimmt. 

Bewährt ist die Presse heutzutage besonders in dem Bereich des Stanzens und Pressens, wenn sich der Hub relativ gering gestaltet. Dies ist etwa bei dem Entgraten und Beschneiden, dem Tiefziehen, dem Feinstanzpressen, der Dickblechumformung, der Massivumformung, der Halbwarmumformung, dem Kaltfließpressen und dem Prägen der Fall. So zeigt sich, dass beispielsweise durch gebrauchte Kniehebelpressen von Mawi in vielfältigen Einsatzbereichen profitiert werden kann. 

Die verschiedenen Bauformen der Kniehebelpressen

Die Kniehebelpressen sind in zahlreichen Bauformen erhältlich. Besonders kleine Varianten bestehen dabei in Tisch- oder Handpressen, deren Druckkraft verhältnismäßig gering ausfällt. 

In der Industrie werden dagegen sehr große Kniehebelpressen genutzt, die in der Lage sind, Komponenten, die mehrere Tonnen wiegen, zu bearbeiten. Diese Art von Pressen kann sowohl elektromechanisch als auch manuell, pneumatisch oder hydraulisch angetrieben werden. 

Diese Vorteile zeichnen Kniehebelpressen aus

Für die Fertigung sehr hoher Stückzahlen, bei denen es auf sehr kurze Taktzeiten ankommt, sind Kniehebelpressen besonders gut geeignet. Da die Konfigurationen der Pressen individuell angepasst werden können, wird stets sichergestellt, dass ihr enormes Potential in Form von maximalen Stückzahlen, die sich durch eine gleichbleibend hohe Qualität auszeichnen, vollkommen ausgeschöpft werden kann. In diesem Zusammenhang ist es beispielsweise möglich, Peripheriegeräte anzupassen, die Kniehebelpresse an innovative Steuerungssysteme anzuschließen oder individuelle Leistungssteigerungen durchzuführen.

In der Vergangenheit eigneten sich Kniehebelpressen darüber hinaus ausschließlich für Anwendungen mit einem kurzen Hub. Die Pressen zeichneten sich zwar durch sehr hohe Presskräfte und kurze Taktzeiten aus, allerdings war ihre Nutzung in der Regel auf das Dünnblech-Tiefziehen oder das Prägen beschränkt.

Heutzutage können die modernen Kniehebelpressen jedoch so umgesetzt werden, dass sie in der Lage sind, Kräfte zwischen 4.000 bis 12.000 kN freizusetzen. Werden große Durchlassfenster genutzt, sind die Kniehebelpressen außerdem fähig, in Form einer Transferpresse Bandmaterial mit einer hohen Breite zu bearbeiten. 

Daneben erlauben innovative Technologien heutzutage, dass einige Modelle der Kniehebelpressen ebenfalls mit einem Langhub erhältlich sind. Diese bewegen sich dann in einem Kraftbereich zwischen 6.000 und 12.000 kN. Dadurch, dass das Erzielen von derart hohen Kräften möglich wird, wird der Einsatzbereich der Kniehebelpressen maßgeblich erweitert. Möglich ist mit diesen so auch eine Halbwarmumformung von Dickblechen oder eine Kalt-Massivumformung. Mit derartigen Weiterentwicklungen lässt sich von den beeindruckenden Vorteilen, die von einer modernen Kniehebelpresse ausgehen, in höchstem Maße profitieren. 

Dabei ist es für Unternehmen gar nicht zwingend nötig, in eine neue Kniehebelpresse zu investieren. Die Geräte sind nämlich ebenfalls gebraucht in einem überaus guten Zustand erhältlich. Erhält die gebrauchte Kniehebelpresse dann eines der beschriebenen Upgrades, eignet sie sich ebenfalls für die genannten Langhub-Einsätze. 

 

Foto: © Von Kadmy@adobe.com

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