Roboter: Das ist bei der Auswahl zu beachten

105


Kein Experte zweifelt daran, dass der Industrierobotik die Zukunft gehört. Allerdings zeigt sich mittlerweile eine erhebliche Vielfalt auf dem Markt für derartige Roboter, weshalb diese unter Berücksichtigung der jeweiligen Produktionsanforderungen ausgesucht werden sollten. Mit ein paar wenigen Tipps lassen sich die automatisierten Alleskönner mühelos in bestehende Fertigungsprozesse einbinden.


Nachfrage bewegt sich auf einem hohen Niveau


Die Verkaufszahlen belegen, dass trotz der seit dem Jahr 2020 anhaltenden Corona-Pandemie die Nachfrage nach Robotern groß ist. Innerhalb der vergangenen zehn Jahre konnte der Markt um rund 85 Prozent wachsen. Dabei lässt sich feststellen, dass immer mehr Aufgaben beziehungsweise Tätigkeiten von Robotern übernommen und erledigt werden können. Statt Rationalisierung im großen Umfang setzen Unternehmen vielmehr auf eine Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine. Dabei soll die Arbeitsbelastung für den Menschen selbst sowie die Erhöhung der Sicherheit und Effizienz im Fokus der Bestrebungen stehen.

Ob es beispielsweise für den Maschinenbau in Diepholz eine passende Robotik-Lösung nach modernsten Standards gibt, lässt sich anhand einiger Anhaltspunkte ermitteln.


Produktionsschwerpunkt und individuelle Anforderungen


Die Wahl des passenden Industrieroboters hängt unter anderem vom jeweiligen Produktionsschwerpunktes, den individuellen Anforderungen eines Unternehmens sowie dem Standort ab. Darüber hinaus gilt es, erweiterte Einflussfaktoren, wie zum Beispiel Tragfähigkeit, Reichweite sowie die Kompatibilität mit anderen Technologien, in die Überlegungen miteinzubeziehen. In diesem Zusammenhang sind die Disziplin der Bildverarbeitung sowie künstliche Intelligenz (KI) zunehmend wichtiger für passende Robotik-Lösungen.


Die Fähigkeiten der Roboter in den Mittelpunkt stellen


Bei zentralen Automatisierungsfragen geht es in erster Linie um die Fähigkeiten der einzelnen, in Frage kommenden Roboter. Letztendlich sollen die automatisierten Helfer etwaige Prozesse effizienter gestalten und daraus einen unternehmerischen Mehrwert generieren.

Vor diesem Hintergrund spielt es also eine außerordentlich wichtige Rolle, welche Produkte durch den Einsatz eines Roboters hergestellt werden sollen und welche Bewegungen er dabei ausführen muss. Gleichzeitig muss im Vorfeld geklärt werden, welche Distanzen der Roboter innerhalb der einzelnen Produktionsschritte zurücklegen muss. In diesem Zusammenhang ist der Durchsatz im Rahmen der Teileproduktion hinsichtlich Präzision beziehungsweise Wiederholungsgenauigkeit ein elementarer Faktor bei der Auswahl potenziell passender Roboter.

Neben der Frage nach einem fest montieren oder örtlich flexibel einsetzbaren System stellt sich möglicherweise der Bedarf nach einer integrierten Bildverarbeitung bei dem einen oder anderen Unternehmen ein.


Der richtige Robotertyp


Fest montierte Roboter-Lösungen zeichnen sich durch eine hohe Präzision sowie Arbeitsgeschwindigkeit aus. Zudem sind diese Lösungen flexibel programmiert und weisen einen ausgeprägten Sicherheitsanspruch auf. Für Unternehmen, welche verhältnismäßig kurze Durchlaufzeiten und Produktionszyklen haben, können traditionelle Montageroboter die erste Wahl sein. Sogenannte Cobots lassen sich hingegen wesentlich einfacher bedienen und eignen sich für die Herstellung von kleinen Stückzahlen. Sie sind mobiler und können eng mit dem Menschen zusammenarbeiten, da die Software wesentlich intuitiver zu verstehen ist.


Entwicklung neuer Technologien berücksichtigen


Fachleute sind sich bisweilen einig darüber, dass traditionelle Industrieroboter im Vergleich zu Cobots für hohe Produktionsraten besser geeignet sind. Diese eignen sich wiederum besonders gut für Aufgaben im Bereich der Palettierung, die Be- und Entladung von Maschinen oder der Kommissionierung. Die mobilen Roboter schließen eine Marktlücke und erfüllen die Anforderungen, wenn Einsetzbarkeit einen höheren Stellenwert als die Geschwindigkeit einnimmt.

In Sachen technologischer Fortschritt gilt es, die Entwicklung von KI weiter im Auge zu behalten. Roboter der neuesten Generation sollten indes fähig sein, mit dieser Technologie umgehen zu können. Dabei spielt der Umgang mit Hardware, wie zum Beispiel Echtzeitsensoren, ebenfalls eine wichtige Rolle.

 

Foto Von kinwun@adobe.com

0

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here