Stanzen 4.0: Das macht die Digitalisierung

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Geht es um die Fertigung von Metallteilen, werden viele unterschiedliche Hilfsmittel benötigt. Besonders wichtige Komponenten bestehen in diesem Zusammenhang in einer Stanzmaschine und in den entsprechenden Stanzwerkzeugen. Mit diesen ist es beispielsweise möglich, hochwertige Stanzteile vom Hersteller beziehen zu können.

Jedoch ließen sich in diesem Bereich in der Vergangenheit durchaus auch Probleme ausmachen. Zwischen dem Anwender, dem Stanzwerkzeug und der Stanzmaschine bestand nämlich keinerlei Verbindung – dies ließ sich im Zuge der Digitalisierung jedoch ändern. 

 

Die Zukunft des Stanzens

Die Digitalisierung führt dazu, dass mittlerweile immer häufiger nicht nur von der Industrie 4.0, sondern ebenfalls dem Stanzen 4.0 gelesen werden kann. Das Stanzen 4.0 basiert dabei auf einer innovativen Systemlösung. 

Über diese werden der Nutzer, das Werkzeug und die Maschine durch eine Cloudtechnologie miteinander verbunden. Davon profitieren dann vor allem das Werkzeugmanagement und das sogenannte Performance Tracking. 

 

Höchste Transparenz bei der Fertigung von Verpackungen

Es ist gar nicht so einfach, bei der Fertigung von Metall ein optimales Werkzeugmanagement und Performance-Tracking zu realisieren. Der Grund dafür besteht darin, dass der Stanzprozess auch heute noch zu weiten Teilen analog ausgeführt wird. Eine digitale Verbindung wird in der Regel vergebens gesucht. Somit besteht keine Verbindung zwischen dem Nutzer, der Stanzmaschine und dem Stanzwerkzeug. 

Geht es darum, Daten zu dem verwendeten Stanzwerkzeug und seiner Leistung aufzuzeichnen, war dies in der Vergangenheit ausschließlich unter einem großen Aufwand und natürlich offline möglich. So wurden jedoch in vielen Fällen Daten erhoben, die sich durch keine große Verlässlichkeit oder leichte Auffindbarkeit auszeichneten. 

Das Szenario im Bereich des Werkzeugmanagements gestaltete sich ähnlich, denn es wurde viel unnötige Zeit dafür aufgewendet, die Produktionswerkzeuge zu finden, Probleme hinsichtlich der Instandhaltung zu lösen und die Leistungskennzahlen zu analysieren. 

 

Innovative Systemlösung für Stanzen 4.0 

Allerdings sind diese Zeiten dank der neuen Systemlösung vergangen. Diese umfasst eine webbasierte Software, welche mit unterschiedlichen Hardware-Komponenten kombiniert wird. In der Fertigung werden außerdem Sensoren, QR-Codes und Kameras eingesetzt, die Anwender, Maschine und Werkzeug innovativ miteinander verbinden. 

Diese digitale Anbindung erlaubt ein effizientes Management der Werkzeuge sowie ein umfassendes Performance-Tracking. Auf diese Weise lassen sich Potentiale und Trends identifizieren. Daneben schaffen die verlässlichen Kennzahlen eine ideale Basis, um für den Stanzprozess fundierte Entscheidungen zu treffen. Eine Abhängigkeit von einem bestimmten Stanzwerkzeug- oder Maschinenhersteller besteht dabei nicht. So kann im Bereich des Metalls von einer höchstmöglichen Transparenz profitiert werden. 

 

Innovative Nachverfolgung der Performance

Mit nur einem Knopfdruck können durch die Möglichkeit zum Performance-Tracking die relevanten Kennzahlen ermittelt werden – und das für jedes einzelne Werkzeug. So wird es nicht nur möglich, unterschiedliche Werkzeuge einem direkten Vergleich zu unterziehen, sondern ebenfalls unterschiedliche Maschinen. Daneben wird automatisch eine Meldung an den Nutzer gesendet, falls sich die Performance des Werkzeugs einmal verändern sollte. 

Selbstverständlich lassen sich außerdem mehrere Standorte der Produktion auf diese Weise objektiv miteinander vergleichen – und das ohne eine großen Aufwand. Für eine optimale Bearbeitung von wiederkehrenden Aufträgen besteht darüber hinaus auch die Möglichkeit, die jeweiligen Einrichtedaten digital zu hinterlegen. 

Foto Von Gerhard Seybert@adobe.com

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